Hélène Lindqvist, Sopran

Foto: Silvia Lammertz

Die Sopranistin schwedisch-ägyptischer Abstammung Hélène Lindqvist erhielt ihren grundlegenden Gesangsunterricht bei Florence Düselius in Stockholm.
Ihre weiteren Gesangsstudien führten sie dann an das Mozarteum Salzburg und an die Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Sie besuchte Meisterklassen von Frau Eva Marton, von Kammersänger Bernd Weikl und von Frau Jessica Cash.
Hélène Lindqvist sang an zahlreichen Bühnen, darunter die Hamburgische Staatsoper, das Saarländische Staatstheater, das Theater Ulm, das Theater Regensburg und die Städtischen Bühnen Augsburg.
Zu ihren Glanzrollen zählen die Tatjana (Eugen Onegin), die Gräfin (Figaros Hochzeit), Violetta (La Traviata), Gilda (Rigoletto) und Konstanze (Die Entführung aus dem Serail).
Daneben gilt sie auch als eine Spezialistin im Bereich der alten Musik. So gelang ihr am Theater Ulm eine ergreifende Darstellung der Alcina von G. F. Händel.
Auch die zeitgenössische Musik wird von Hélène Lindqvist mit großer Hingabe interpretiert.
Ihre singende und tanzende Umsetzung des Pierrot Lunaire von A. Schönberg beispielsweise fand überregional große Beachtung. Von der Neuen Zeitschrift für Musik als „mustergültige Interpretation“ ausgezeichnet wurde ihre Ersteinspielung der Jugendlieder von Alban Berg (Col-legno in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk 2004).
Noch als Studentin gewann Hélène Lindqvist den renommierten internationalen Liedwettbewerb „Concerto delle donne“ in Kassel. Das Lied nimmt bei ihr einen besonderen Platz ein.
2011 startete sie mit ihrem Klavierpartner Philipp Vogler The Art Song Project. Sie setzt sich hier mit eigenen Aufnahmen mit großem Engagement für die Lieder von zu unrecht vergessenen Komponisten ein. Neben dem Internetauftritt Theartsongproject.com erschien im Verlag gleichen Namens 2012 die CD „Persian Lovesongs“ mit Liedern von Anton Rubinstein. Norman Lebrecht lobte diese Ersteinspielung in seinen Open Letters Monthly als eine „delightful discovery”…”try some, you won’t regret it” („berückende Entdeckung“...“versuche es, Du wirst es nicht bedauern“). Er zeichnete die CD mit 5 Sternen aus. Das BBC Music Magazine gab der CD 4 Sterne und lobte besonders “…colorful piano parts, sensitively despatched by Philipp Vogler against Hélène Lindqvist’s appealing soprano „ („farbiges Klavierspiel, feinfühlig gegen den berückenden Sopran von Hélène Lindqvist gesetzt“).
Auch das Orchesterlied bildet einen künstlerischen Schwerpunkt von Héléne Lindqvist.
In Ihrer Aufnahme der 4. Symphonie von Gustav Mahler mit der Taschenphilharmonie unter der Leitung von Peter Stangel (NEOS 2003) genießt sie mit vorbildlicher Diktion und Humor die „himmlischen Freuden“.